Selbst im Traum

Ich möchte schlafen, ruhen, nicht gewesen sein
Ein Boot betreten, fliehen hin zum Traum
Zum Ort - zum schwarzen, außerhalb von Zeit und Raum
Ich möchte segeln durch den Ozean der Nacht,
Auf Wellen reiten, die aus Träumen sind gemacht.
Ich möchte baden in Deiner Liebe Schein:
Die Realität vergessen, für immer bei Dir sein.

Dunkler Engel

Wenn ich ein Engel wär´, einer wie du,
ich würd´ mich erheben mit meinen Schwingen
und schwerelos schweben über den Dingen.
bekäme meinen Frieden, hätt´ meine Ruh,
ach, wär ich nur ein Engel, ein Engel wie du.

Wir würden fliegen, bis zum Rande des Seins,
jenseits des Raumes in die Unendlichkeit,
wir würden fliegen bis zum Ende der Zeit,
jenseits von heute in die Ewigkeit.

Jenseits des Raums

Jenseits des Raums, jenseits der Zeit
Da ist der Anfang, da ist das Ende,
Da ist Nichts - die Ewigkeit

Der Mutterschoß aus dem entstand
Die Illusion des Seins,
Des Kosmos prächtiges Gewand:
Erde, Feuer, Wasser, Luft
Und Deine Seele -
Eines toten Gottes letzte Gruft!

Sinnlos

Du lauscht nach dem Wind im herbstlichen Laub.
Du lauscht umsonst, denn Du bist taub.

Du suchst nach Licht - die Zeit verrinnt.
Du suchst umsonst, denn Du bist blind.

Du schreist nach Hilfe - weißt nicht warum.
Du schreist umsonst, denn Du bist stumm.

Du lebst vor Dich hin - nach Gottes Gebot.
Du lebst umsonst, denn Du bist schon tot !