Der Suchende

"...eine kurze Verschnaufpause, nur eine ganz kurze!" denkt er sich.
Es ist Nacht, er verweilt in einer dunklen, unbeleuchteten Gasse in einer Großstadt irgendwo in Deutschland. Einer von den vielen, unzähligen Orten, an denen er schon so oft vorbeizog. Die Sterne funkeln am Himmel und scheinen ihm zuzuzwinkern. "Eueren Hohn könnt ihr euch sparen" denkt er und lächelt verbittert. "Ihr habt ja bekommen, wonach ich suche" flüstert er leise. Er wird schon wieder unruhig, es zieht ihn wieder fort.

"Wie lange soll ich noch umherirren" fragt er stimmlos in den Sternenhimmel.
Er kennt die Sterne, er kennt sie alle. Überall hat er schon gesucht, in den Städten der Erde, in deren Wüsten, Wäldern und Ozeanen. Er suchte in den Ringen des Saturns und auf den Monden des Jupiters. Er besuchte unzählige Sonnen, unendlich viele Sterne - doch das was er sucht hat er bis heute nicht gefunden.

Genesis 2.0

Am Anfang schuf Gott Himmel [Raum] und Erde [Masse, Energie]. Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte auf dem Wasser und im Wasser entstand der Keim des Lebens und das Leben erwachte auf der Erde.

Und Gott sprach: Lasset uns den Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alle Tiere des Feldes und über alles Gewürm, das auf Erden kriecht.

Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn. Denn er war nicht wie die Tiere, er war Gott ähnlich, nach Gottes Ebenbild: er war ein freier Geist ohne Körper, er war Mann und Frau zugleich. Der Mensch war unsterblich und im Wesen unschuldig und jenseits von gut und böse. In diesem Punkte ähnelte er den Tieren, denn auch diese sind unschuldig und jenseits von gut und böse.

Wintertraum

PEGASUS - weiße Schwingen wehen Stürme!
Alleine sitze ich vor der Bühne. Ich bin ein Kind.
Ich möchte den Zauberer sehen und die Hexe und die Fee.
Ich warte, doch der Vorhang hebt sich nicht.

RAPPE - schwarze Pferde fliegen Raben!
Ich bin ein Erwachsener.
Ich stehe vor dem Felsen. Ich frage ihn nach der Antwort und er antwortet.
Seine Stimme ist der Wind, doch ich höre nur ein Rauschen;
denn mein Gehör ist das eines Menschen.
Eine Stimme stöhnt "...nimmer!"
Niemals werde ich verstehen die Worte der Steine, das Rauschen des Windes.